{"id":83,"date":"2010-12-12T11:18:49","date_gmt":"2010-12-12T10:18:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wckf.de\/blog\/"},"modified":"2010-12-12T13:20:55","modified_gmt":"2010-12-12T12:20:55","slug":"jugendtraining","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.wckf.de\/blog\/stile\/jugendtraining\/","title":{"rendered":"Jugendtraining"},"content":{"rendered":"<p>Unser Trainingskonzept ist f\u00fcr Jugendliche bestimmt, die aus sozial schwierigen Verh\u00e4ltnissen stammen, von Arbeitslosigkeit betroffen sind, dem Leben perspektivlos gegen\u00fcber stehen und aus gesellschaftlichen Randgruppen entstammen. Die Summe dieser Faktoren bedingt, dass viele dieser Jugendlichen frustriert sind und durch ihr aggressives Verhalten auffallen. Sie verhalten sich destruktiv und reagieren aggressiv gegen\u00fcber anderen Personen, fremdem Besitz und sich selbst. Au\u00dferdem verf\u00fcgen diese Jugendlichen meist \u00fcber keine eigenen Probleml\u00f6sungsmechanismen.<\/p>\n<p>Die meisten jugendlichen Menschen sind in der Lage, Mechanismen zum Aggressionsabbau zu erlernen, was dazu f\u00fchrt, dass Aggressionen in positive Energie umgewandelt werden. Ein solcher Weg des Aggressionsabbaus wurde von P\u00e4dagogen und Kampfk\u00fcnstlern in Gie\u00dfen entwickelt und wird schon seit l\u00e4ngerer Zeit erfolgreich begangen.<\/p>\n<p>Das Training ist pr\u00e4ventiv und setzt nicht erst dann an, wenn es eigentlich schon zu sp\u00e4t ist. Verhindert werden soll, dass Jugendliche, die keinen Weg aus ihrem Aggressionsverhalten finden, sich dem Mittel der Gewalt und des Drogenkonsums bedienen.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher wurde in den meisten buddhistischen Kl\u00f6stern Kampfkunst betrieben. Durch das Erlernen von Techniken der nachweislich friedlichen M\u00f6nche in buddhistischen Kl\u00f6stern &#8211; sie essen kein Fleisch, um kein Tier zu t\u00f6ten &#8211; bekommen die Jugendlichen immer auch etwas von den kulturellen Werten dieser Menschen vermittelt.<\/p>\n<p>Diese Philosophien, aber auch Strategien und Techniken unserer Kampfkunst, sind auf das t\u00e4gliche Leben der Jugendlichen \u00fcbertragbar und eignen sich in ihrem k\u00f6rperlichen Erleben besonders f\u00fcr Jugendliche. Die Trainingsteilnehmer profitieren von unserem Anti &#8211; Gewalttraining also nicht nur in der Trainingssituation, sondern sie k\u00f6nnen die hier gelernten Inhalte auf ihr eigenes Leben anwenden. Bei unserem Training legen wir sehr gro\u00dfen Wert auf die Schulung der Wahrnehmung. Durch gezielte Gef\u00fchlsschulungen lernen die Teilnehmer, ihr Gegen\u00fcber in seinen Handlungen und Taten wahrzunehmen. Sie lernen, dass andere Menschen auf ihr eigenes Verhalten reagieren, und sie verstehen, dass ihr Verhalten sich im Verhalten ihres Gegen\u00fcbers widerspiegelt. Ein Lernziel ist das Erkennen des Tun &#8211; Ergehen &#8211; Zusammenhangs: Ich bin das Ergebnis meiner Taten.<\/p>\n<p>Gef\u00fchls\u00fcbungen messen wir gro\u00dfe Bedeutung zu. F\u00fchlen lernen ist f\u00fcr viele dieser Jugendlichen sehr wichtig, kein Mitgef\u00fchl ohne Gef\u00fchl. Im Antigewalt-Training lernen die Trainingsteilnehmer durch gezielte \u00dcbungen nachzugeben und werden lockerer und entspannter.<\/p>\n<p>Mit Hilfe von anderen \u00dcbungen wird das Vertrauen zu anderen Menschen geschult. Viele aggressive Jugendliche sind nicht in der Lage, einem anderen Menschen zu vertrauen und vermuten hinter allen seinen Handlungen eine Bedrohung f\u00fcr sie selbst.<\/p>\n<p>Aus der Philosophie unserer Kampfkunst geht auch hervor, dass wenn der Geist den K\u00f6rper zum Besseren beeinflussen kann, der K\u00f6rper seinerseits auch den Geist beeinflussen kann, das Richtige zu tun. Aus diesem Verst\u00e4ndnis heraus ist unser Training anfangs eher k\u00f6rperorientiert mit einzelnen verbalen Phasen. In dieser Zeit finden wir einen Zugang zu den Trainingsteilnehmern und verf\u00fcgen \u00fcber eine Sprache mit deren Hilfe wir mit ihnen kommunizieren k\u00f6nnen. Sp\u00e4ter nimmt der verbale Anteil des Trainings zu und die Jugendlichen erkennen die Sprache als ein wertvolles Element zur Konfliktbew\u00e4ltigung an.<\/p>\n<p>In diesem Teil des Trainings kommt es zu Rollenspielen und zur Reflexion des eigenen Verhaltens. Die Jugendlichen lernen, in kritischen Situationen ruhig zu bleiben und bei Provokationen nicht so zu reagieren, wie es ihr Gegen\u00fcber durch sein provozierendes Verhalten erreichen wollte. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Trainingskonzept ist f\u00fcr Jugendliche bestimmt, die aus sozial schwierigen Verh\u00e4ltnissen stammen, von Arbeitslosigkeit betroffen sind, dem Leben perspektivlos gegen\u00fcber stehen und aus gesellschaftlichen Randgruppen entstammen. Die Summe dieser Faktoren bedingt, dass viele dieser Jugendlichen frustriert sind und durch ihr aggressives Verhalten auffallen. 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